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‘Die Welt an sich.’ Category

  1. Es gibt Flughäfen. Und es gibt Tegel.

    Mai 22, 2008 by DonRobodroid

    Yours Truly ist zwar nicht so der Vielflieger, aber ein paar Flughäfen kennt er schon und war bislang auch immer mehr oder weniger zufrieden mit den dort angebotenen Leistungen. Bis er vor ein paar Tagen von Berlin-Tegel abfliegen durfte.

    Normalerweise hat eine Fluglinie ein festes Terminal und dort ihren Ticketverkauf, Eincheckschalter usw. Nicht so in Tegel. Dort werden die Checkin-Schalter anscheinend dynamisch verteilt, je nach Wetter, Lust und Laune oder sonstigen für den Laien unerklärlichen und undurchsichtigen Kriterien. Daran könnte man sich zwar eventuell gewöhnen, wenn nicht… doch der Reihe nach.

    Unser Flug sollte um 18:36 von Tegel abgehen und da wir unser touristisches Programm in Berlin eigentlich schon abgeschlossen hatten bzw. ein neues Ziel wegen der zur Verfügung stehenden Zeit sich nicht mehr rentierte, waren wir schon gegen 17 Uhr am Flughafen. Entgegen der sonst üblichen Haltung „Fragen? Ein echter Mann fragt nicht nach dem Weg!“ ging ich sofort zur Info und fragte:
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  2. MP3-Player vergessen.

    April 29, 2008 by DonRobodroid

    Fast gestorben.

    Als häufiger Nutzer des Öffentlichen Verkehrs habe ich es mir zur Angewohnheit gemacht, die Zeit während des Transfers von zu Hause zur Arbeit und auch wieder zurück aktiv als Freizeit zu nutzen. Das ist dank des angenehmen Komforts der Doppelstockwaggons des Regionalexpresses auf meiner täglichen Route auch nicht weiter schwierig: mit Buch oder PSP bewaffnet oder einfach nur vor mich hindösend, im Ohr das angenehme Säuseln der Lieblingsmusik aus dem MP3-Player.

    Doch wehe, ich vergesse morgens einmal, dieses wichtige Utensil einzupacken bzw. anzulegen. Die Hinfahrt zur Arbeit ist dann meistens unkritisch, aber auf der Rückfahrt am Nachmittag, da wird es auf einmal lebensgefährlich. So auch heute wieder, als sich drei Exemplare des ultrageschwätzigen Doppel-X-Typs hinter mir niederließen, nur um sich während der Dreiviertelstunde, die meine Reise dauert, wahrhafte Duelle an Nichtigkeiten, Platitüden und Vorurteilen zu liefern. Und ich, ohne akustischen Schutzmantel, mittendrin, dem leerhirnigen Trommelfeuer hilflos ausgeliefert.
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  3. Alarm für Cobra 88. Und 89.

    März 13, 2008 by DonRobodroid

    Gestern, in der Fußgängerzone Nürnbergs, am Fuße der Lorenzkirche.

    Yours Truly ist auf dem Weg zur Arbeit, andere Passanten hetzen geschäftig hin und her oder gruppieren sich vor der Kirche, um sich für ein Erinnerungsfoto ablichten zu lassen. Plötzlich ertönt eine laute Sirene hinter mir. Mit hochdrehendem Motor rast eine Polizeistreife, nennen wir sie der Einfachheit halber und völlig willkürlich „Cobra 88“, durch die Menschenmenge; einige Fußgänger sich können nur knapp in Sicherheit bringen. Der Wagen verschwindet bergab in Richtung Hauptmarkt (auf dem zu einer anderen Zeit der weltberühmte Christkindlesmarkt stattfindet).
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  4. Von eisernen und grünen Männchen.

    Juli 20, 2007 by DonRobodroid

    Neulich nahm ich an einem großen Grillfest/Usertreffen, TTT™ genannt,  eines Internetforums (www.3dmax.de und www.t-t-t.org) teil.

    Das Fest fand an einem Samstag abend auf dem Lohrberg bei Frankfurt statt, und weil mir das Übernachten unter freiem Himmel auf meine alten Tage immer schwerer fällt, hatte ich ein Zimmer in einem Hotel im benachbarten Ort genommen.

    So weit, so gut. Das Fest war berauschend, das Hotelzimmer exzellent, der Schlaf tief und fest.

    Was ich jedoch nicht bedacht hatte, war, dass genau am nächsten Morgen der Ironman Frankfurt stattfand. Und das bedeutet Ausnahmezustand in Frankfurt und Umgebung: Viele Straßen sind gesperrt, Hundertschaften von Polizei und anderen Hilfs- und Rettungskräften sichern die nicht unbeträchtlichen Strecken. Nachdem noch dort gebliebene Mitfeiernde und Gerätschaften vom Lohrberg abzuholen waren, machte ich mich mit ein paar Kollegen vom Hotel aus auf den Weg dorthin. Im Auto.
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  5. Ich zahle gerne GEZ.

    Juni 25, 2007 by DonRobodroid

    Oh mein Gottsurrogatextrakt (ich bin kirchlich ungläubig, also darf ich das wahre Echte nicht in den Mund nehmen)!

    Eben wieder im heute journal. Irak, Israel, Palästina. Ok, die haben alle ein Rad ab, die bomben sich gerne selbst alle weg, da hat man sich inzwischen dran gewöhnt. Das MUSS was in den Genen sein.

    Aber dann: Sudan (ok, bestimmt auch genetisch bedingt), seit ichweißnichtwievielJahren kommt da immer mal wieder ein Beitrag. Immer sieht man verhungerte Kinder; Leute, die verzweifelt irgendwelches ausgetrocknetes Gras zusamenraffen, ob zum Essen oder als Nachtlager, man weiß es nicht, man WILL es gar nicht wissen; dazwischen bewaffnete Paramilitärs, Rebellen, Milizen, Regierungssoldaten, Verbrecher – alles verschwimmt zu einer Rolle, einer Gestalt, einem Phänotypen. Fliegen, Dreck, Dürre, Krankheiten. Die Kamerateams mitsamt unbeirrbaren, unerschütterlichen Helfern mittendrin, und ich eben mitsamt Chips und Bier auf dem Sofa auch. Irre.
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