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Alarm für Cobra 88. Und 89.

13. März 2008 by DonRobodroid

Gestern, in der Fußgängerzone Nürnbergs, am Fuße der Lorenzkirche.

Yours Truly ist auf dem Weg zur Arbeit, andere Passanten hetzen geschäftig hin und her oder gruppieren sich vor der Kirche, um sich für ein Erinnerungsfoto ablichten zu lassen. Plötzlich ertönt eine laute Sirene hinter mir. Mit hochdrehendem Motor rast eine Polizeistreife, nennen wir sie der Einfachheit halber und völlig willkürlich „Cobra 88“, durch die Menschenmenge; einige Fußgänger sich können nur knapp in Sicherheit bringen. Der Wagen verschwindet bergab in Richtung Hauptmarkt (auf dem zu einer anderen Zeit der weltberühmte Christkindlesmarkt stattfindet).

In diesem Moment kommt aus einer Seitenstraße eine weitere Polizeistreife („Cobra 89“) geschossen, ebenfalls unter Martinshorngeheul und Blaulichteinsatz, und verschwindet in der gleichen Richtung wie Cobra 88.

„Ohauerha!“, denke ich mir, „Da scheint ja mächtig was Kriminelles im Gange zu sein.“

Aber am Juweliergeschäft, vor dem zu jeder Jahreszeit ein offenbar angeheuerter, völlig unauffälliger, zivil gekleideter Securitytyp steht, haben die Cobras nicht angehalten, also gibt’s zumindest dort keinen Millionenraub mit Geiselnahme und vorsätzlichem Tötungsdelikt.

Nein, sie sind noch 100m weitergefahren, wo ein öffentlicher Abfalleimer die Frechheit besitzt, zu qualmen. Und das, obwohl Rauchen in der Öffentlichkeit doch dank des neuen strikten Nichtraucherschutzgesetzes in Bayern (das die herrschende CSU aufgrund desaströser Ergebnisse bei der Kommunalwahl vor zwei Wochen schon wieder zu kippen gedenkt) TOTAL verboten ist!

Kein Wunder also, dass die vier Beamten von Cobra 88 und Cobra 89 diesen Verbrecher so spektakulär gejagt haben. Und ein Hoch auf sie, dass sie ihn letztlich gestellt haben – das Gute muss ja schließlich immer siegen!


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